Neuer Vorstand beim ZEB Bremerhaven

An der Spitze des ZEB Bremerhaven hat es einen Wechsel gegeben. Unsere langjährige 1. Vorsitzende Petra Weidmann ist aus persönlichen Gründen von ihrem Amt zurückgetreten, bleibt dem ZEB jedoch als reguläres Mitglied erhalten.

Als neue 1. Vorsitzende wurde Lydia Müller gewählt, welche bisher das Amt der 2. Vorsitzenden innehatte. Als neuer 2. Vorsitzender wurde Christian Lüth gewählt.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Petra Weidmann für ihre Vorstandsarbeit und wünschen dem neuen Vorstand viel Erfolg, bei den kommenden Herausforderungen.

Bündnis für Bildung hat erstes Ziel erreicht – Quorum für „Vorfahrt“ steht!

(Quelle: GEW Bremen)
Das Bremer Bündnis für Bildung hatte sich zum Ziel gesetzt, innerhalb von zwei Monaten 4.000 Unterschriften unter die Online-Petition „Vorfahrt für Bildung“ (www.petition-fuer-bildung.de) zu sammeln. Bereits nach drei Wochen wurde dieses Ziel erreicht – nun soll der Druck für mehr Investitionen in Bildung durch weitere Unterschriften und Aktionen erhöht werden. Unter anderem wird nach den Osterferien eine Postkartenkampagne gestartet. Bis zum 12. Mai kann die Petition noch unterzeichnet werden.

„Die öffentliche Diskussion über den Zustand Bremischer Bildung von fehlenden Kita- und Schulplätzen bis hin zum Personalmangel und einem völlig unzureichenden Baubestand hat deutlich gemacht, dass die jahrelange Unterfinanzierung des Bildungssystems weder schön- noch wegzureden ist“, führt dazu für das Bündnis GEW-Landesvorstandssprecher Christian Gloede aus.

Weitere Informationen: GEW Bremen

„Aktionsbündnis für Bildung“ in Bremerhaven – Wo sind Sie, Frau Bogedan?

Heute, 31. August, 13.50 Uhr, übergibt das Bremerhavener „Bündnis für Bildung“ 29 Einladungen zu Schulbesuchen in Bremerhaven an die Senatorin für Kinder und Bildung, Frau Bogedan.

Ort der Übergabe: Behörde der Senatorin für Kinder und Bildung, Raum 511.
Hintergrund: Am 7. Juni 2016 hatten sich 4.500 Schüler/innen, Eltern und Lehrkräfte an einer ersten Notfallübung beteiligt und ein „S.O.S“ nach Bremen gesandt. Sie forderten unter dem Motto „Wo sind Sie, Frau Bogedan?“ die Senatorin auf, sich vor Ort ein Bild von den Schulen der Seestadt zu machen.

Von 29 der 37 Schulen erhielt Frau Bogedan eine Einladung zu einem Schulbesuch in DIN A3-Format. Im Einladungstext führten Schüler/innen, Eltern und Lehrkräfte aus, warum eine Visite gerade an ihrer Schule besonders dringend erforderlich ist. Die aufgeschriebenen Gründe reichten von fehlenden Lehrkräften, abgesetzten Arbeitsgemeinschaften, zu wenigen und zu kleinen Räumen, zum Teil in schlechtem Zustand bis hin zu einem Mangel an Förderung.

Insbesondere erwarten die Beteiligten allerdings, dass sich die Senatorin in den Schulen zeigt und sich den Fragen und Erwartungen direkt stellt – gerade zu Beginn eines Schuljahres, bei dem in den Schulen in Bremerhaven fast 40 Stellen von Lehrkräften nicht besetzt wurde.

4500 Schüler/innen, Eltern und Lehrkräfte fragen: Wo sind Sie, Frau Bogedan?

Bremerhavener Schüler/innen, Eltern und Pädagog/innen demonstrierten am 7. Juni für  mehr Geld für die Bildung

Unter dem Titel „Wo sind Sie, Frau Bogedan?“ hat am 7. Juni in Bremerhaven an drei Standorten eine Notfallübung stattgefunden. Schüler/innen, Eltern und Lehrkärfte machen damit eins deutlich: Sollte sich die Situation an den Schulen nicht umgehend verbessern, so dürfte der „Notfall“ harte Realität werden.


Aufgestellt in Riegen übten die Schüler/innen das rhythmische Klatschen zum Signal „SOS“. Mit dieser Unterrichtsform können viele Schüler/innen zeitgleich durch einzelne Lehrkräfte „unterwiesen“ werden. Schade ist nur, dass die Qualität auf der Strecke bleibt, ebenso Ansprüche wie Differenzierung und Individualisierung.

Diese Maßnahme ist ausbaufähig. Was in Leherheide, Lehe und Geestemünde geübt wurde, kann vortrefflich an jeden Standort übertragen werden. In Anbetracht des Lehrermangels in den Schulen der Seestadt bietet diese Unterrichtsform eine echte Alternative bei personellen Engpässen.

Allerdings: Das Bremische Schulgesetz und die darin niedergeschriebenen Ansprüche werden außer Kraft gesetzt. Dies darf eine Senatorin für Kinder und Bildung nicht ruhen lassen. Sie muss die Notrufe „SOS“ und „Mayday“ ernst nehmen. Damit sie sich „ein Bild“ von der Situation in Bremerhaven machen kann, sind nun Einladungen zu Schulbesuchen an die Senatorin nach Bremen unterwegs.

30 der 37 Schulen in Bremerhaven haben diese ausgesprochen. Begründet werden sie u.a. so:

Mehr Menschen für Kinder, die mehr Hilfe brauchen
Kurz vor der Mathe-Abschlussprüfung ist der Matheunterricht ausgefallen, da unser Mathelehrer erkrankt war und es keine Vertretung gab – von Chancengleichheit kann man da nicht reden!
Wir benötigen richtige Toiletten und einen ungefährlichen Schulhof

Eine Grundschule formulierte eine sehr persönliche Einladung:

„Wir denken, du kennst unsere Stadt noch gar nicht richtig. Dass kann ja mal passieren, aber dich kennen wir auch noch nicht“. Eine andere Grundschule bietet sogar einen persönlichen Fahrservice an – von Bremen nach Bremerhaven und zurück.

Mit insgesamt 4500 Teilnehmer/innen wurden die Erwartungen der Veranstalter deutlich übererfüllt. Dies zeigt:

Die Senatorin ist gefordert einzugreifen. Sie muss sich zeigen.
Wo sind Sie, Frau Bogedan?

(Quelle: GEW Brhv.)